Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine Therapieform, die auf den theoretischen Grundlagen der Psychoanalyse beruht.

Man geht davon ausgeht, dass in der Tiefe liegende, unbewusste Vorgänge und Konflikte eine Wirkung auf die körperliche und/oder psychische Gesundheit des Menschen haben. Unbewusste Konflikte, unverstandene Wünsche, schwierige und vor allem traumatisch erlebte Erfahrungen aus der Kindheit spielen dabei eine große Rolle. Diese behindern das Leben des Einzelnen häufig auf unterschiedliche Art und Weise in der Gegenwart.

Eine aktuell schwierig erlebte Lebenssituation und/oder aktuell körperlich/seelische Symptome sind meist Auslöser und bringen den Menschen zum Therapeuten.

Die fokussierte Bearbeitung und Bewusstwerdung der tieferen Zusammenhänge von unbewussten Konflikten/Wünschen/Erfahrungen und aktuellem körperlich-seelischen Leiden, sind das Ziel dieser Therapieform. 

Durch den wohlwollenden, nicht wertenden therapeutischen Raum, hat man die Möglichkeit, körperlich und/oder psychisch schwierige, aktuelle Lebenssituationen und Beziehungserfahrungen zu verbalisieren, zu teilen, gemeinsam zu betrachten  und in ihren Zusammenhängen zu verstehen. Eigene Strukturen können so bewusst gemacht werden und Zusammenhänge des eigenen Leidens und Lebens als größeres Ganzes verstanden werden. 

Das Setting beruht auf 1 bis 2 Therapiestunden von je 50 Minuten Dauer pro Woche, in denen sich der Patient/in und der Therapeut/in gegenüber sitzen. Die Dauer der Therapie beträgt meist erst einmal 60 Sitzungen, welche bei Bedarf bis auf 100 Sitzungen verlängert werden kann.

Mit den psychotherapeutischen Methoden der Übertragung, Gegenübertragung, Deutung, Konfrontation, Analyse der Abwehr und des Widerstandes versucht der/die ausgebildete analytische Therapeut/in, auf der Basis einer stabilen therapeutischen Beziehung, die Konflikte und Zusammenhänge des Lebens des Patienten sichtbar zu machen, um diese gemeinsam zu verstehen und aufzulösen.